Else Falk

Else Falk
Else Falk

1872 – 1956

„Bedeutendste Aktivistin der Kölner Frauenbewegung in der Generation nach Mathilde von Mevissen und Elisabeth von Mumm.“[1]

Else Falk war verheiratet, Mutter von vier Söhnen und Mitglied der Nationalliberalen Partei.

Ein Auszug aus ihrem Engagement:

  • Schatzmeisterin der Kölner Nationalen Frauengemeinschaft,
  • Vorsitzende vom Stadtverband Kölner Frauenvereine,
  • Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Stadtverbände von Rheinland und Westfalen,
  • Vorsitzende des Kölner Vereins Fünfter Wohlfahrtsverband und Vorstandsmitglied des Landesverbandes,
  • Gründung und Leitung des Vereins Müttererholung und Mütterschulung,
  • Initiierung von vier Rentnerinnenheimen für durch Krieg und Inflation verarmte Frauen,
  • Begründung der städtischen Blindenbibliothek,
  • Mitwirkung im Vorstand der Kölner GEDOK.

1930 wurde das Haus für Berufstätige Frauen nach ihr benannt. Ein Jahr später war sie als Jüdin gezwungen, alle Ämter niederzulegen. Nach der Zerstörung der Wohnung der Falks in der Reichsprogromnacht 1938 verließ die Familie das Land.[2]

In Köln-Longerich erinnert eine Straße an sie.

Else Falk ist bei Wikipedia zu finden und das Frauengeschichts-Wiki des Kölner Frauengeschichtsvereins widmet ihr einen großen Eintrag.

Ihren Namen trägt der Kölner Frauenpreis, für den sich der AKF eingesetzt hat. Dabei geht es um eine dotierte Ehrung der Stadt Köln für Kölnerinnen, die sich durch ihre herausragende Frauen- und Mädchen-gleichstellungsarbeit ausgezeichnet haben.

[1] Franken: Frauen in Köln, S. 265
 
[2] Vgl. Franken: Frauen in Köln, S. 265ff
 
Foto: Kölner Frauengeschichtsverein