Die 4. Trägerin des Kölner Else-Falk-Preises ist Irene Franken

Irene Franken bei ihrer Dankesrede für den Else-Falk-Preis 2026

Der AKF Köln gratuliert der feministischen Historikerin und Mitbegründerin des Kölner Frauengeschichtsvereins sehr herzlich! Irene Franken ist eine sehr würdige Trägerin des Preises, „der Frauen auszeichnet, die sich um die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern beziehungsweise Mädchen und Jungen in Köln in besonderem Maße verdient gemacht haben.“ (Quelle: Fortgeschriebenes Konzept für den Else-Falk-Preis, das im Rat der Stadt Köln zum Jahreswechsel 2025 / 2026 beschlossen wurde.[1])

Irene Franken ist erfolgreich aus dem mehrstufigen Auswahlverfahren der Jury im Juli 2026 hervorgegangen, das an den Kriterien des Konzeptes ausgerichtet war. Die nunmehr vierte Trägerin des Kölner Else-Falk-Preises ist eine der tragenden Säulen der Kölner Frauenbewegung und wird nicht müde, für die Sichtbarkeit der Leistungen von Kölnerinnen zu sorgen; sei es durch ihre Frauenstadtführer von 1995 und von 2008, den Aufbau und Erhalt des Kölner Frauengeschichtsvereins seit 1986, die mobile App ‚Orte jüdischen Frauenlebens in Köln‘, die Konzeption innovativer Ausstellungsformate, wie z.B. die Wanderausstellung „Berühmte Frauen in Graphic Novels“ und und und.

Da lag es nahe, die (Un-)Sichtbarkeit von weiblichen Leistungen auf allen nur denkbaren Gebieten zum Thema des Abends der Preisverleihung zu machen, sogar den Else-Falk-Preis in dieser Hinsicht umzudeuten. Aber für dieses wichtige Thema gibt es ja in Köln dank der Kooperation der Stiftung ‚Frauen*leben in Köln‘, des Kölner Frauengeschichtsvereins und der Stadt Köln den Kölner Frauen*Stadtplan. Erst am 8. März 2022 online gegangen, versammelt er heute schon ca. 300 Beiträge zu historischen und zeitgenössischen Frauenpersönlichkeiten, die auf den unterschiedlichsten Gebieten Großes geleistet haben, sowie Frauenorganisationen und für Frauen bedeutende Orte.

Diejenigen, die sich explizit für die Gleichstellung der Geschlechter und feministische Themen einsetzen, bezahlen dies seit jeher mit persönlichen Nachteilen, seien sie beruflich oder politisch, und leben häufig prekär. Diesen Persönlichkeiten, die sich zudem oft so sehr in den Dienst der Sache stellen, dass nur eingeweihte ihre Namen kennen, einmal angemessen zu würdigen, war die Idee des AKF Köln, als seine Mitgliedsorganisationen das Konzept für den Else-Falk-Preis der Stadt Köln im Jahr 2011 erarbeiteten.

Wir freuen uns sehr über alle bisherigen Preisträgerinnen, Frauke Mahr, Behshid Najafi, Christiane Lehmann und nun Irene Franken, die in ihrer Dankesrede dafür das Bild einer Perlenkette mit jetzt vier Perlen fand. Der AKF Köln setzt sich weiterhin dafür ein, dass dieser Ketter immer mehr Perlen hinzugefügt werden. – Frauen, die sich um die Gleichstellung der Geschlechter in Köln in hohem Maße Weise verdient gemacht haben, gibt es noch eine ganze Reihe!

[1] Sitzung des Gleichstellungsausschusses am 15.12.2025, TOP Ö 3.1 (https://ratsinformation.stadt-koeln.de/si0057.asp?__ksinr=33943) und Sitzung des Hauptausschusses am 12.01.2027, TOP Ö 6.1 (https://ratsinformation.stadt-koeln.de/si0057.asp?__ksinr=33693)