Else Falk (1872 – 1956)

Else Falk
Bild: Kölner Frauengeschichtsverein

Bedeutendste Aktivistin der Kölner Frauenbewegung in der Generation nach Mathilde von Mevissen und Elisabeth von Mumm

Else Falk war verheiratet, Mutter von vier Söhnen und Mitglied der Nationalliberalen Partei.

Ein Auszug aus ihrem Engagement:

  • Schatzmeisterin der Kölner Nationalen Frauengemeinschaft,
  • Vorsitzende des Stadtverbandes Kölner Frauenvereine,
  • Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Stadtverbände von Rheinland und Westfalen,
  • Vorsitzende des Kölner Vereins Fünfter Wohlfahrtsverband und Vorstandsmitglied des Landesverbandes,
  • Gründung und Leitung des Vereins Müttererholung und Mütterschulung,
  • Initiierung von vier Rentnerinnenheimen für durch Krieg und Inflation verarmte Frauen,
  • Begründung der städtischen Blindenbibliothek,
  • Mitwirkung im Vorstand der Kölner GEDOK.

1930 wurde das Haus für Berufstätige Frauen nach ihr benannt. Ein Jahr später war sie als Jüdin gezwungen, alle Ämter niederzulegen. Nach der Zerstörung der Wohnung der Falks in der Reichsprogromnacht 1938 verließ die Familie das Land.

Entnommen aus: Marita Alami (Hrsg.). 100 Jahre Arbeitskreis Kölner Frauenvereinigungen (AKF). Gemeinsam engagiert für Gleichberechtigung, Chancengleichheit und Gleichstellung 1909 bis 2009. Münster 2010, S. 19

Das Frauengeschichts-Wiki des Kölner Frauengeschichtsvereins widmet einen großen Eintrag Else Falk.

Ihren Namen tragen soll der Kölner Frauenpreis, für den sich der AKF einsetzt. Dabei geht es um eine dotierte Ehrung der Stadt Köln für Kölnerinnen, die sich durch ihre herausragende Frauen- und Gleichstellungsarbeit ausgezeichnet haben.